Ein Pferd lernt immer. Es stellt sich permanent auf seine Umgebung ein. Das bedeutet:

* Ein Pferd vergisst erlernte Verhaltensweisen nicht. Es
ändert sein Verhalten aber, wenn aus seiner Sicht
gute Gründe dafür sprechen
* Erkennt das Pferd nicht, was der Reiter wünscht, sucht es
eine eigene Lösung — es macht buchstäblich, was es will
* Bei mehrmaliger Wiederholung, egal ob zufälliger oder
falscher, wird daraus negatives Training: Unerwünschtes
Verhalten wird erlernt

Deshalb heißt Korrektur im Sinne des Round Reining And Horse Programs sowie im Sinne des Prinzips von System + Verantwortung immer Dreierlei:

* Das Pferd ist nie fertig ausgebildet. Es muss vom Reiter immer wieder positiv
beeinflusst werden: Korrektur als laufendes Training
* Korrektur als Maßnahme, erwünschtes Verhalten wieder anzutrainieren, zu
stabilisieren und zur Normalität werden zu lassen
* Erfolg habe ich nur, wenn ich die Gründe für Fehlverhalten erkenne und behebe:
Unterschiedliche Ursachen erfordern unterschiedliche Maßnahmen

Ein rundes Programm.